Wie Gott auf dem Weingut
Ein Aufenthalt auf einem Weingut ist für Weinkenner und solche, die es werden wollen, ein wahres Erlebnis. Hier lässt sich hautnah erleben, wie die “Gabe der Himmlischen”, wie bereits der deutsche Dichter Hölderlin den Wein zu Recht bezeichnete, hergestellt wird. Je nach Jahreszeit wohnen die Gäste auf dem Weingut einer unterschiedlichen Phase der Weinherstellung bei. In den Genuss edler Tropfen kommen die Gäste dabei natürlich ganzjährig.
Im Frühjahr erwacht der Weinberg langsam zum Leben. Die Knospen sprießen und langsam aber sicher entfalten sich Blüten und Blätter und kleine Trauben beginnen zu wachsen – die Quelle jedes Weines. Auch im Sommer, wenn die Trauben langsam reifen, ist ein Weingut ein wunderbarer Urlaubsort oder ein traumhaftes Ausflugziel: In sonnenverwöhnten Regionen Europas gelegen, laden viele traditionsreiche Weingüter zu Besichtigungen der Weinberge und zu traditionellen Weinfesten ein, in denen den langen Sommertagen gehuldigt wird.
Die wohl aufregendste Zeit für einen Besuch auf dem Weingut ist sicherlich die Zeit der Weinlese, etwa ab Mitte September. Nach alter Väter Sitte werden in vielen Weinanbaugebieten die Trauben noch von Hand verlesen. Herrscharen von Erntehelfer kommen und helfen bei dieser für jeden Weingenießer so wichtigen Arbeit. Auch Gäste dürfen hier über die Schulter schauen, wie die kostbaren Rebstöcke abgeerntet werden.
Im Weingut erfolgt dann die Weiterverarbeitung: Einmaischen, Gärung, Reifung, Pressen, Ausbau – kompetente Winzer erklären ihren Gästen sehr gerne die einzelnen komplexen Schritte, die den Traubensaft in kostbaren Wein verwandeln. Direkt beim Erzeuger bekommt man die Möglichkeit die Zwischenprodukte zu kosten, bis man schlussendlich den fertigen Rot- oder Weißwein verköstigen kann.
Weingüter finden sich in allen Weinanbaugebieten der Welt, besonders traditionsreiche Gutshöfe und Weinkellereien überwiegend in Europa. In Frankreich firmieren Weingüter unter der Bezeichnung Chateux oder Domaine, in Italien besucht man eine Azienda Agricola, Fattoria oder Azienda Vitivinicola. In ländlichem, oft edlem Ambiente sind hier Genießer besonders willkommen. Ein guter Wein ersetzt noch keine gute Küche und ein warmes Bett, und so verfügen über viele Weingüter über exquisite Gastronomie und Gästebetten oder Hotelanlagen. Hier lässt sich leben wie Gott in Frankreich (oder Süddeutschland, oder Italien…): Der Wein fließt in Strömen und gerne laden die Winzer bei der Abfahrt gleich den ganzen Kofferaum mit Weinkisten, damit die Gäste ein Stück Weingut mit in die Heimat nehmen können.
Es ist auch möglich die Weinanbaugebiete aus der Luft zu erkunden. Hierzu würde sich ein Hubschrauberrundflug anbieten. Solche können direkt übers Internet für das jeweilige Gebiet gebucht werden.
Auch unter den Winzern finden jedes Jahr Wettbewerbe statt bei denen die besten Weine eines Jahrgangs mit Urkunden und Preisen versehen werden.
Ein besonderes Ereignis ist ein Besuch auf einem Weingut immer. Wenn man diesen dann aber noch mit einem herrlichen Urlaub kombiniert, zum Beispiel auf Sardinien vor der Küste Italiens, ist das Erlebnis perfekt. Die sonnenverwöhnten Hänge Sardiniens bringen eine ganze Reihe voller und samtiger, aber auch leichter und junger Weine hervor. Am besten genießen lässt sich so ein Urlaub übrigens mit einem Ferienhaus Sardinien . So hat man gleich einen idealen Ausgangspunkt für Tagesreisen und Erkundungstouren, ohne sich mit überfüllten Hotels herumärgern zu müssen.
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